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ystral Ballrechten-Dottingen

Glossar

ystral ist ein Expertenunternehmen im Bereich der Verfahrenstechnik. Einige unserer Begrifflichkeiten sind sehr branchenspezifisch oder auch sehr unternehmensspezifisch. Sie möchten unsere Produkte und Prozesse besser verstehen oder über bestimmte Begriffe mehr erfahren? In unserem Glossar erhalten Sie Erklärungen zu den wichtigsten Begrifflichkeiten der Branche und unseres Unternehmens.

A
  1. 3A Sanitary Standards
  2. 3A Sanitary Standards
  3. Richtlinien für Anlagen zur Verarbeitung von Lebensmitteln

    Verbraucher dürfen erwarten, dass bei der Verarbeitung von Lebensmitteln hohe hygienische Standards gelten. Verkeimte Lebensmittel können gesundheitsgefährdend sein.

    3-A Sanitary Standards (3-A SSI) legt Normen und Richtlinien für Anlagen fest, die Lebensmittel verarbeiten. Die Normen werden in Zusammenarbeit mit Gesundheitsbehörden und Experten aus der Industrie erstellt. Gegründet wurde die Organisation 3-A Sanitary Standards in den USA, um Standards für Ausrüstung und Anlagen von Molkereien zu schaffen, und zwar bei Produktion, Verarbeitung und Verpackung von Molkereiprodukten und Lebensmitteln.

    Die Hygienerichtlinien erfordern, dass Lebensmittel von einer Kontamination z. B. mit Keimen geschützt werden. Dazu muss gewährleistet sein, dass alle Kontaktflächen gereinigt bzw. sterilisiert werden können. Außerdem müssen manche Bestandteile für eine manuelle Reinigung einfach demontiert werden können.

    3-A SSI bewertet das hygienische Design einer Anlage oder auch von ganzen Unternehmen. Besteht ein Unternehmen bzw. ein Gerät die Prüfung, erhält es ein Zertifikat mit Prüfzeichen. Die Richtlinien von 3-A Sanitary Standards sind in vielen Ländern und auch von vielen Lebensmittelherstellern anerkannt.

    ystral Maschinen erfüllen die spezifischen Anforderungen der 3-A SSI No. 36-01 und sind zertifiziert.

     

  4. Agglomerat
  5. Agglomerat
  6. Der Begriff Agglomerat kommt von dem lateinischen Wort „agglomerare“ und bedeutet „fest anschließen“. Unter einem Agglomerat versteht man die Anhäufung von vorher losen Bestandteilen zu einem festen Verbund. In bestimmten Anwendungen sind Agglomerate gewollt, beispielsweise bei Tabletten. Sie werden durch sogenannte Pressagglomeration hergestellt, d. h. das Pulver (oder Granulat) wird unter Anwendung von Drücken zu einer definierten Form gepresst. Auch die Aufbauagglomeration ist ein technisches Verfahren, bei dem ein Granulat gezielt hergestellt wird. Zusammengehalten wird ein Agglomerat durch schwache Kräfte wie Van-der-Waals-Kräfte oder einfache physikalische Verhakungen.

    Agglomerate sind jedoch bei vielen Applikationen unerwünscht. Sie können bei Mischprozessen zu unerwünschten Ergebnissen führen. Daher muss sichergestellt werden, dass sie aufgelöst werden. Dispergiert man Agglomerate, werden sie in Primärkörner zerkleinert.

    Zeuge von Agglomeraten kann man übrigens bereits im eigenen Haushalt werden. Landet das Kakaopulver in der Milch entstehen Klumpen, die sich selbst durch langes umrühren nicht mehr auflösen.

  1. ATEX
  2. ATEX
  3. ATEX (abgeleitet von dem französischen Begriff Atmosphères Explosibles) steht stellvertretend für zwei europäische Richtlinien und regelt den Explosionsschutz innerhalb Europas. Alle Mitglieder der EU sind verpflichtet, die Richtlinie in nationales Recht umzusetzen.

    Die sogenannte Herstellerrichtlinie (2014/34/EU, früher 94/9/EG) regelt das Inverkehrbringen und legt Anforderungen an Geräte, Komponenten und Schutzsysteme, die in explosionsgefährdeten Bereichen eingesetzt werden, fest. Die Richtlinie wurde durch die Explosionsschutzproduktverordnung (11. ProdSV) in deutsches Recht umgesetzt.

    Die Betreiberrichtlinie (1999/92/EG) – in Deutschland durch die Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV)) umgesetzt – definiert Maßnahmen, um Arbeitnehmer zu schützen, die in explosionsgefährdeten Bereichen arbeiten. Der Arbeitgeber ist verpflichtet eine Gefährdungsbeurteilung durchzuführen und diese zu dokumentieren. Dabei gilt es explosionsfähige Atmosphären zu vermeiden. Falls dies nicht möglich ist, müssen alle wirksamen Zündquellen, die zu einer Explosion führen könnten, eliminiert werden. Können beide Grundvoraussetzungen nicht wirkungsvoll verhindert werden, muss die Auswirkung einer Explosion auf ein unbedenkliches Maß beschränkt werden.

    Alle Maschinen und Anlagen der ystral können bei Bedarf ATEX-konform ausgeführt werden.

B
  1. Bernoulli-Gesetz
  2. Bernoulli-Gesetz
  3. Das Bernoulli-Gesetz – oder auch: die Bernoulli-Gleichung besagt, dass bei einer stationären Strömung inkompressibler Fluide die Gesamtenergie der Strömungselemente längs einer Stromlinie erhalten bleibt.

    C
    1. CIP - ortsgebundene Reinigung
    2. CIP - ortsgebundene Reinigung
    3. Anlagen zur Verarbeitung von Lebensmitteln, Getränken oder pharmazeutischen Produkten müssen hohen Hygienestandards genügen und daher regelmäßig und gründlich gereinigt werden. Es wäre aber zu aufwendig, die Produktionsanlagen zu demontieren, um die Flächen zu reinigen, die mit den Endprodukten in Kontakt kommen. Daher werden solche verfahrenstechnischen Anlagen an ihrem Standort gereinigt. Man spricht von ortsgebundener Reinigung oder auch vom Cleaning in Place (CIP). Um zu gewährleisten, dass immer die gleichen Reinigungsergebnisse erzielt werden, ist CIP ein festgelegter und reproduzierbarer Prozess. Reinigungsmittel, Druck, Temperatur und Einwirkungszeit sind für die jeweilige Anlage klar definiert. Die einzelnen Schritte eines Reinigungsprozesses variieren nach Produkt, die Reinigung enthält jedoch immer Spülschritte, in denen mit sauberen Medien die Produkt- und Reinigungsmittelreste herausgespült werden.

      Der Reinigungsvorgang wird in den meisten Fällen vollautomatisch gesteuert. CIP erfolgt nach einem Produktionslauf oder bei der Produktionsumstellung auf andere Produkte.

      CIP hat viele Vorteile: Kreuzkontaminationen und Verunreinigungen des Produktes werden effektiv vermieden. Die Reinigungszeit als auch -kosten werden durch CIP reduziert, auch die Energiekosten sind vergleichsweise gering. Alle Branchen profitieren von der hohen Kontrollierbarkeit des Reinigungsprozesses, so werden durch CIP die hohen hygienischen Standards gewährleistet. Insgesamt ist CIP ein Verfahren, das sehr gut auf alle betrieblichen Prozesse abgestimmt werden kann.

      ystral Maschinen und Anlagen können CIP-fähig ausgeführt werden. Zur Überprüfung des Reinigungserfolgs können Riboflavintest- auch Fluoreszenztests genannt - durchgeführt werden.

      F
      1. Factory Acceptance Test (FAT)
      2. Factory Acceptance Test (FAT)
      3. Beim „Factory Acceptance Test“ oder der „Werksabnahme“ testet ein Kunde die Funktionstüchtigkeit einer Maschine, einer Anlage oder auch einer Software noch beim Hersteller.

        Auftragsgeber und Auftragsnehmer überprüfen eine Maschine oder Anlage auf die Vollständigkeit ihrer Bestandteile. Für diese Abnahme werden die Spezifikationen des Pflichtenheftes herangezogen, je nachdem auch später vereinbarte und vertraglich festgehaltene Änderungen.

        Außerdem kann eine (reduzierte) Funktionsprüfung erfolgen. In Prüfprotokollen wurde zuvor vom Hersteller die Funktionstüchtigkeit der Maschine oder Anlage dokumentiert. Diese Ergebnisse müssen am Produktionsort des Auftraggebers in Gegenwart des Kunden reproduziert werden können. Denn sollte eine Maschine oder Anlage später am Standort des Kunden nicht richtig funktionieren, kann die Herkunft des Schadens eingegrenzt werden: Es muss sich dann um einen Transport- oder Endmontageschaden handeln.

        Gab es keine oder nur unbedeutende Mängel, wird die Maschine oder Anlage abgenommen. Sind beim Factory Acceptance Test jedoch erhebliche Mängel aufgetreten, muss der Hersteller die Mängel beseitigen. Der Kunde kann jedoch auch das Mängelexemplar abnehmen, dafür erhält er im Gegenzug eine Kompensation, beispielsweise einen Preisnachlass oder eine kostenreduzierte Ersatzteilversorgung.

        Die Werksabnahme wird im Abnahmeprotokoll dokumentiert, das von Auftraggeber und Auftragnehmer unterzeichnet wird.
        Im Anschluss an die Werksabnahme folgt meist der Side Acceptance Test (SAT) beim Kunden.

        H
        1. Homogen
        2. Homogen
        3. Das Wort „homogen“ bedeutet „auf gleiche Art beschaffen“. Es hat einen weiten Anwendungsbereich, es wird in Naturwissenschaften ebenso gebraucht wie in Sozialwissenschaften. So spricht man in den Naturwissenschaften beispielsweise von einem homogenen Gemisch, wenn die im Gemisch enthaltenen Bestandteile gleichmäßig verteilt sind. In den Naturwissenschaften ist die Gleichheit einer Eigenschaft über die gesamte Ausdehnung eines Systems oder auch die Gleichartigkeit von Elementen, Objekten und Erscheinungen eines Systems wesentlich. Das Gegenteil von „homogen“ ist „heterogen“. Auch hier kann die Betrachtungsweise entscheidend sein: So ist Milch auf mikroskopischer Ebene heterogen, hier kann man Fett und Wasser unterscheiden, auf makroskopischer Ebene dagegen ist Milch homogen. Wenn die Milch längere Zeit steht, kann allerdings daraus wieder ein heterogenes Gemisch werden, denn dann trennen sich Fett (Sahne) und Wasser auf. Will man das verhindern, muss man die Milch „homogenisieren“. Der Vorgang, mit dem ein Stoff oder System homogen gemacht wird, ist also die Homogenisierung.

          K
          1. Kontinuitätsgesetz
          2. Kontinuitätsgesetz
          3. Das Kontinuitätsgesetz besagt, dass der Massenstrom eines inkompressiblen Fluids in einem Rohr oder in einer Leitung an allen Stellen gleich ist – egal wo er gemessen wird. Infolge dessen verhalten sich die Strömungsgeschwindigkeiten eines Rohrleitungssystems umgekehrt proportional zu den Rohrleitungsquerschnitten.

            R
            1. Rheologie
            2. Rheologie
            3. Die Rheologie ist die Lehre des Verformungs- und Fließverhalten von Materie. Von Bedeutung sind die Viskosität, die Strukturviskosität, die Dilatanz, die Thixotropie und die Rheoplexie. Ein Teilbereich der Rheologie ist die Rheometrie, bei der rheologische Eigenschaften mithilfe eines Messverfahrens ermittelt werden. Dabei können unter anderem die Viskosität bestimmt werden oder wie ein Fluid unter Scherung fließt.

            1. Rotor-Stator-Prinzip
            2. Rotor-Stator-Prinzip
            3.  

              Rotor-Stator-Maschinen können für unterschiedliche Misch-, Dispergier-, Homogenisier- oder Emulgieraufgaben eingesetzt werden. Ein sich schnell drehendes Rührorgan ist dabei von einem Stator umgeben, wobei sich Form und Größe je nach Anwendung unterscheiden kann.

              Innerhalb von Mischbehältern werden Rotor-Stator-Maschinen insbesondere zum kontrollierten Umwälzen eines Behälterinhaltes verwendet. Mittels Schlitze des Rotors und Stators sowie durch geringe Spaltabstände kann die Scherenergie beeinflusst werden.

              Das Rotor-Stator-Prinzip kann bei Inline-Maschinen ebenfalls angewandt werden. Hier befinden sich die Maschinen außerhalb des Mischbehälters und die zu dispergierende Flüssigkeit wird durch die Inline-Maschine gepumpt.

              Besonders vorteilhaft bei Rotor-Stator-Maschinen sind neben der hohen Produktqualität die im Vergleich zu konventionellen Methoden kürzere Prozesszeiten, geringerer Lufteintrag und kleinere Partikelgrößen.

            S
            1. Site Acceptance Test (SAT)
            2. Site Acceptance Test (SAT)
            3. Beim Site Acceptance Test erfolgt die Abnahme einer Maschine oder Anlage an ihrem Aufstellungsort beim Kunden. Vor diesem Test hat oft schon ein Factory Acceptance Test beim Hersteller/Lieferanten stattgefunden.

              Beim SAT werden zunächst die Vollständigkeit der Bestandteile und die Vollständigkeit der Dokumentation überprüft. Die Dokumentation umfasst unter anderem Handbuch, Betriebsanleitung, Zertifikate etc. Außerdem muss ein Sicherheitstest durchgeführt werden. Die Not-Aus-Funktion wird getestet, Schutztüren müssen sich öffnen lassen. Wenn möglich findet ein Probelauf der Maschine/Anlage ohne Produkt statt.

              Anschließend wird ein Testlauf mit Produkt durchgeführt. Dieser sollte möglichst mit vor- und nachgeschalteten Produkteinheiten erfolgen. Hier wird nach festgelegten Kriterien bewertet, ob die Produkte von der Maschine oder Anlage in vereinbarter Qualität verarbeitet bzw. hergestellt werden.

              Der SAT wird protokolliert. Waren gravierende Mängel vorhanden, sind Nachbesserungen nötig. Für die Nachbesserungen wird ein Zeitrahmen vereinbart. Danach wird ein weiterer SAT durchgeführt. Erst wenn keine gravierenden Mängel mehr vorhanden sind, kann der Site Acceptance Test vollständig abgeschlossen werden.

            1. Strömungslehre
            2. Strömungslehre
            3. DieStrömungslehre, auch Strömungsmechanik oder Fluidmechanik, ist die Wissenschaft vom physikalischen Verhalten von Fluiden, also Gasen und Flüssigkeiten. Die in der Strömungslehre gewonnenen Erkenntnisse dienen unter anderem der Lösung von ingenieurtechnischen Strömungsproblemen etwa im Maschinen- und Anlagenbau oder in der mechanischen Verfahrenstechnik.

              Die Strömungslehre umfasst je nach Zustand des Fluids und den Randbedingungen diverse Teilgebiete, die Lösungsansätze liefern, um technische Anlagen optimal auslegen zu können.

            V
            1. Verfahrenstechnik
            2. Verfahrenstechnik
            3. Will man einen Stoff (Flüssigkeit, Feststoff, Gas) verändern, muss man dazu ein bestimmtes Verfahren anwenden. Bei der Veränderung von Stoffen werden chemische, physikalische und biologische Verfahren verwendet. Damit diese Verfahren technisch umgesetzt werden können, müssen Apparate und Maschinen entwickelt und gebaut werden.

              DieVerfahrenstechnikumfasst die Bereiche chemische Verfahrenstechnik, mechanische Verfahrenstechnik, thermische Verfahrenstechnik, elektrochemische Verfahrenstechnik und Bioverfahrenstechnik. Die Einsatzgebiete sind die Lebensmittel-, Chemie-, Pharma- und Papierindustrie sowie auch Abfallwirtschaft, Metall-, Textil- und Baustoffindustrie.

              ystral bietet bewährte Verfahren für branchen- und produktspezifische Aufgabenstellungen rund um die Themen Dispergieren, Mischen, Homogenisieren, Nassmahlen, Emulgieren, Pulverhandling, u.v.m.

            1. Viskosität
            2. Viskosität
            3. Viskosität bezeichnet die Zähflüssigkeit oder Zähigkeit von Flüssigkeiten und Gasen. Auch Feststoffe haben eine Viskosität, nur ist die schwer bestimmbar. Honig hat eine hohe Viskosität, Wasser eine niedrige. Die Viskosität beschreibt den Widerstand eines Fluids gegenüber Scherung, unter Dehnung oder bei gleichmäßigem Druck.

              Es wird zwischen Newtonschen Fluiden mit einem linearen Fließverhalten und nicht-newtonschen Fluiden unterschieden. Nicht-newtonsche Fluide haben ein zeit- oder schergeschwindigkeitsabhängiges Fließverhalten, d.h. die Viskosität ändert sich unter dem Einfluss von Scherung.

              Kenntnisse über die Viskosität und das Fließverhalten helfen bei der Wahl der richtigen Maschine und deren Einstellungen.

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